Donnerstag, 16. Januar 2014

Filetsteak

- mit Feldsalat und Kürbiskernöl-Vinaigrette


Es gibt wohl kein Gericht, über das mehr geschrieben und gebloggt wurde, als über das Steak und dessen Zubereitung. Nun geb ich auch noch meinen Senf dazu (zur Zubereitung, nicht zum Steak).
Für ein gutes Stück Steak braucht es Fleisch von hoher Qualität.
Es muss vor allem gut abgehangen sein. Desweiteren empfiehlt es sich, Fleisch von einer sog. "Fleischrasse" zu wählen, wie z.B. Limousin, Galloway, Angus. Ein Steak ist ein hochwertiges Stück Rind, dass sich zum Kurzbraten eignet. Und hochwertige Sachen kosten Geld. Wenn Sie irgendwo ein Stück Rinderfilet zu 10 Euro pro Kilo kaufen, können Sie sicher sein, dass Sie keinen Spass damit haben werden (spätestens dann, wenn es in der Pfanne auf die Hälfte einschrumpelt).
Anders gesagt: aus einem minderwertigen Stück Fleisch lässt sich nun mal kein Filet zaubern. Andersrum funktioniert das übrigens schon: mit der falschen Technik bekommen Sie problemlos das schönste Stück Fleisch zur Schuhsohle transformiert...
Worauf Sie meiner Ansicht nach jedoch verzichten können, sind so "In-Produkte" wie z.B. "handgestreicheltes Wagyu-Rind". Der geschmackliche Unterschied zu z.B. einem guten Stück Galloway ist marginal (wenn es überhaupt einen gibt) - allerdings zahlt man in etwa den dreifachen Preis dafür.

Zutaten 

(für 2 Personen)

2 Stck Filetsteak vom Rind, a ca. 200 g (etwa 4 cm stark)
150 g Feldsalat
1 Schalotte
4 EL Olivenöl
2 EL Kürbiskernöl
2 EL Balsamico, weiss
1 TL scharfer Senf
1 TL Honig
Salz, Pfeffer

Zubereitung

1) Den Backofen auf 100 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

2) In einer heissen, schmiede- oder gusseisernen Pfanne die Filetsteaks von beiden Seiten kräftig (ca. je 3 Minuten) in wenig Pflanzenöl anbraten.

3) Steaks auf Alufolie legen (noch nicht einpacken) und für etwa 15 Minuten (bei 4 cm Stärke) in den Backofen geben.

4) Feldsalat gründlich waschen und abtropfen lassen. Schalotte fein würfeln.

5) Aus Schalotte, Olivenöl, Kürbiskernöl, Balsamico, Senf, Honig, Salz und Pfeffer (nach Geschmack) durch kräftiges Rühren eine Vinaigrette herstellen.

6) Die Filetsteaks nun in die Alufolie einwickeln, und noch 5 Minuten im ausgeschalteten Backofen bei offener Tür ruhen lassen (ganz wichtig!).

7) Salat mit der Vinaigrette vermischen (erst kurz vor dem Servieren, sonst fällt er zu sehr zusammen).

8) Steaks aufschneiden, auf Tellern anrichten und mit Salz und Pfeffer würzen (ich habe langen Pfeffer und Fleur de Sel genommen). Mit dem Feldsalat garnieren.




Guten Appetit!


Kommentare:

  1. Ich bin völlig einverstanden mit Dir, so ein gutes Stückchen Fleisch verachte ich auch nicht. Vor allem, wenn es dann so perfekt zubereitet wurde wie bei Dir.

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  2. Für so ein Steak lasse ich alles andere links liegen. :-)
    Danke für deinen Senf, ich habe es bislang meist zu früh angeschnitten...

    Liebe Grüße,

    Eva

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    1. Freut mich, dass ich helfen konnte. Die fünf Minuten Ruhe vor dem Anschneiden machen echt sehr viel aus. Frisch angeschnitten, kann es sein, dass noch jede Menge "Saft" austritt - nach der Ruhepause ist das bedeutend weniger.
      Woran das liegt, weiß ich auch nicht - aber Hauptsache, es funktioniert ;-)

      Liebe Grüße,

      Da Deifi

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  3. Sieht super fein aus! Da würde ich jetzt glatt reinbeissen :)

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    1. Hallo Jacky,
      reinbeissen geht nicht mehr - ist nix mehr da ;-)
      Schönen Blog hast Du - da geh ich doch gleich mal ein bisschen stöbern...

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  4. Subba! Aber was für ein Rind hast du dann genommen?
    Grüße,
    Alex

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    1. Das war ein Filetsteak, Ursprungsland Uruguay

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  5. fleisch aus uruguay! stehn bei uns keine küh rum???

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    1. Na klar gibts auch bei uns Kühe (und noch jede Menge andere Rindviecher...).
      Allerdings gönne ich mir ab und zu den Luxus, dieses Fleisch zu importieren - ein besseres habe ich noch nicht gefunden.

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